Casio · Klang & Einfachheit

Casio CT-S1

Das CT-S1 mit 61 Tasten legt seinen Schwerpunkt auf direktes Spielen, ausgewählte Klänge und eine reduzierte Bedienoberfläche. Begleitautomatik gehört nicht zu diesem Konzept.

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Diese Einordnung beruht auf Herstellerunterlagen. Wir haben das Casio CT-S1 nicht selbst praktisch getestet.

Direkt spielen statt eine automatische Band steuern

Das Casio CT-S1 setzt auf eine reduzierte Bedienoberfläche und eine überschaubare Auswahl von 61 Klangfarben. Gemeint ist hier die Ausführung mit 61 Tasten; das ähnlich benannte CT-S1-76 ist ein anderes Modell. Das Konzept kommt für Spieler infrage, die Melodien, Akkorde und zweihändige Begleitungen selbst spielen möchten und dabei zwischen Piano, E-Piano, Orgel und weiteren Klangfamilien wechseln wollen.

Eine Style-Begleitautomatik ist beim CT-S1 nicht Teil der Ausstattung. Damit steht deine eigene Begleitung im Vordergrund. Wenn du mit der linken Hand hauptsächlich eine automatische Band steuern möchtest, solltest du ein Begleitkeyboard wie das CT-S400 gegenüberstellen. Für das Üben einer eigenen Akkordfolge kann die Konzentration auf wenige Bedienhandlungen dagegen zum gewünschten Arbeitsablauf passen.

Dynamisch spielen, Klänge kombinieren und aufnehmen

Die 61 Tasten reagieren auf den Anschlag; drei Empfindlichkeitsstufen und eine Abschaltmöglichkeit sind vorgesehen. Das ist eine elektronische Dynamikfunktion und keine Hammermechanik. Probiere mit einem Pianoklang aus, ob du eine leise Begleitung und eine deutlich hervortretende Melodie gezielt gestalten kannst. Die Anzahl der Einstellstufen ersetzt diese persönliche Prüfung nicht.

Casio nennt maximal 64 Stimmen Polyphonie. Die Layer-Funktion mischt zwei Klangfarben, beispielsweise einen Tastenton und eine ergänzende Fläche. Ein Metronom unterstützt das Arbeiten mit einem gleichmäßigen Zeitbezug. Der interne MIDI-Recorder speichert einen Song; er hält Spielinformationen fest und ist nicht mit einer fertigen Audioaufnahme für beliebige Abspielgeräte gleichzusetzen. Für wiederkehrende Einstellungen stehen Klangspeicher und MY SETUP zur Verfügung.

MIDI, Audioeingang und optionaler Funkadapter

Auf der Rückseite liegen eine kombinierte PHONES/OUTPUT-Buchse und ein AUDIO-IN-Eingang, jeweils als 3,5-Millimeter-Stereobuchse. Hinzu kommen ein Pedalanschluss und USB TO HOST mit Micro-B-Stecker für MIDI-Verbindungen. Wer den hörbaren Keyboardklang aufnehmen möchte, sollte den Audioanschlussweg gesondert planen: USB-MIDI überträgt Spielinformationen und ist keine USB-Audioaufnahme des Instruments.

Der USB-TO-DEVICE-Anschluss ist für den optionalen Wireless-MIDI-&-Audio-Adapter WU-BT10 vorgesehen. Über diesen Adapter lässt sich unter anderem Musik eines kompatiblen Geräts empfangen. Daraus folgt keine eingebaute Übertragung des Keyboardklangs an beliebige Bluetooth-Kopfhörer. Kabelgebundene Kopfhörer sind für einen klaren, direkt nachvollziehbaren Übeaufbau die naheliegende Anschlussmöglichkeit.

Die aktuelle deutsche Seite zum weißen CT-S1WE führt Notenständer, Gurtverriegelung und den Netzadapter AD-E95100L im Lieferumfang auf. Prüfe diese Angaben trotzdem am konkret verlinkten Händlerangebot. Pedal, Kopfhörer und WU-BT10 sind im Handbuch als optionales Zubehör beschrieben. Das Gehäuse misst 930 × 258 × 83 Millimeter ohne Notenhalter und wiegt etwa 4,5 Kilogramm ohne Batterien.

Reduzierte Bedienung erfordert trotzdem einen passenden Funktionsumfang

Die Tastatur bietet nicht den Umfang eines 88-Tasten-Klaviers. Für deine nächsten Stücke solltest du deshalb die tiefsten und höchsten benötigten Töne prüfen. Layer ist außerdem kein Split: Das Übereinanderlegen von Klängen bedeutet hier nicht automatisch getrennte Bass- und Melodiebereiche. Wer solche Aufteilungen oder eine umfangreiche Begleitsteuerung braucht, sollte diese Anforderungen ausdrücklich in den Vergleich aufnehmen.

Ein Teil der Einstellungen wird mit Funktionstaste und Tastaturtasten vorgenommen. Die reduzierte Oberfläche bedeutet daher nicht, dass jede Funktion einen eigenen beschrifteten Knopf besitzt. Lies vor dem Kauf den Bedienweg für die Einstellungen nach, die du regelmäßig ändern willst.

Prüfe deinen alltäglichen Spielablauf

Wähle drei Klangfamilien, die du wirklich nutzen möchtest, und spiele jeweils dieselbe kurze Passage. Probiere anschließend die Anschlagempfindlichkeit, einen Layer und eine Aufnahme mit dem internen Recorder aus. Kläre, wie du deine bevorzugte Einstellung wieder abrufst. Wenn du einen Computer oder eine App verwenden willst, vergleiche Anschluss, Kabel und Betriebssystem mit der Kompatibilitätsliste des Herstellers.

Unsere Erklärung zur Anschlagdynamik hilft bei der Tastaturbeurteilung. Im Modellvergleich kannst du danach entscheiden, ob dieses konzentrierte Spielkonzept oder ein Keyboard mit Begleitung besser zu deinen Aufgaben passt.

Herstellerquellen

Quellenprüfung: 5. Oktober 2026. Ausstattung und technische Angaben beruhen auf den folgenden Originalunterlagen; die Kaufhilfe ist unsere redaktionelle Einordnung.

Was diese Daten für deine Auswahl bedeuten

Die Tastenanzahl beschreibt den verfügbaren Spielraum; sie sagt nichts über Gewichtung oder Hammermechanik aus. Anschlagdynamik und Begleitautomatik sind eigenständige Funktionen. Prüfe deshalb dein Spielziel zuerst und vergleiche erst danach die Ausstattungslisten.

Dieses Modell wurde nicht von uns praktisch getestet. Die Einordnung beruht auf den verlinkten Herstellerangaben. Modell- und Händlerausführung können sich im Lieferumfang unterscheiden.